Ein Bikini gehört bei den meisten Frauen auf jeden Fall ins Reisegepäck. Er ist nicht nur bequem, sondern macht auch sexy – das lässt auch das Wort „Bikinischönheit“ vermuten. Doch woher stammt eigentlich der Bikini und seit wann gibt es ihn?

Ganz genau lassen sich diese Fragen nicht beantworten. Fakt ist, dass Wandmalereien aus dem 4. Jahrhundert, die man in der sizilianischen Villa Romana del Casale fand, römische Frauen zeigen, die zweiteilige Mode tragen, die den heutigen Bikini sehr ähnlich sehen. Ob es wirklich Bademode war, ist unklar. Diese wurde in der zweiteiligen Form erstmals um 1900 von einem Freiburger entworfen. Etwa 20 Jahre später setzten sich die Badeanzüge durch, als Frauen am Strand kaum Haut zeigen durften, weil sie sonst mit Strafen rechnen mussten. Das blieb auch im Nationalsozialismus so.

Der Bikini stammt aus Frankreich

Der eigentliche Durchbruch des Bikinis kam 1946. Ein Franzose erfand den Bikini in seiner heutigen Form. Sein Name wurde von einer der Marshallinseln abgeleitet, auf dem die Amerikaner Nukleartests durchführten.  Sein erster Bikini wurde von einer Stripperin präsentiert, weil sich die Models nicht trauten. In den darauffolgenden Jahren war das Tragen der Bikinis dennoch vielerorts verboten. In den 50er-Jahren sah man Marilyn Monroe und Brigitte Bardot damit. Die freizügigen 60er-Jahre machten den Bikini dann endlich „salonfähig“. Schuld daran war unter anderem Ursula Andress im Film „James Bond jagt Dr. No“. Ihr Bikini wechselte knapp 40 Jahre später für rund 60.000 US-Dollar den Besitzer – viel Geld für zwei Stückchen Stoff.

Die Qual der Wahl: Welcher Bikini darf’s denn sein?

Heute gibt es vielerlei modische Abwandlungen des Original-Bikinis. Die Höschen sind Strings, Tangas, Röcke oder Pantys, die Oberteile Neckholder, Bustiers oder Push-Ups. Die Modeindustrie entwickelt den Bikini immer weiter. Extreme Varianten wie die kaum etwas bedeckenden Microkinis sind vor allem in Amerika sehr beliebt, während es in anderen Erdteilen Burkinis für islamische Frauen gibt.